Free Trieste Movement

Mafia und Flüssigerdgas Terminal in Triest

GN1

Die Nachricht der immer noch laufenden Untersuchungen wegen der Infiltrationen der Mafia in die Aktivitäten der „Gas Natural Fenosa“, ist eine Bestätigung dessen, was schon seit Jahren von uns angezeigt wird. Es herrscht dort die konkrete Gefahr, die sich überall entfaltet, wo diese spanische Gesellschaft tätig ist. Triest eingeschlossen, die Stadt wo „Gas Natural Fenosa“ immer noch ein offenes Projekt für ein Flüssigerdgas Terminal im Triester Hafen hat.

Seit Jahren bin ich an vorderster Front gegen das Projekt dieses verheerenden Flüssigerdgas Terminals engagiert und die Anklagen sind immer noch im Gange.

Ich habe diese Unregelmäßigkeiten der Justizbehörde angezeigt, und jenen Sachverhalt vor dem europäischen Parlament angesprochen (22.01.2013), wo ich den rechtlichen Vorrang des Anhangs VIII des Friedensvertrags gegenüber der EU-Rechtsetzung aufzeigte, welche den Weg für eine solche Anlage im Internationalen Hafen Triests genehmigt hätte. Damit wäre dann der Schiffsverkehr blockiert worden.

Dieser Kampf ist bestimmt einer der schwersten, die ich bis jetzt zu fechten hatte. Wegen meiner Opposition zu „Gas Natural“ wurde ich angezeigt und das Verfahren ist noch offen. Ich bin angeklagt worden, da ich sie durch das Aussprechen der Wahrheit beleidigt zu haben scheine.

Diesen unausgewogenen Kampf von Wenigen gegen dem Interesse einer starken Übermacht habe ich im Buch “Tracce di legalità” gewidmet. In welchem ich schon seit 2010 die Verbindungen der oben genannten international tätigen spanischen Gesellschaft mit der Cosa Nostra, aufgezeigte.

Hier folgt ein Ausschnitt davon:

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Volldampf mit der Mafia: Wenn das Erdgas zum Interesse der Mafia wird (aus: “Tracce di legalità”)

Das Flüssigerdgas Terminal Business muss auch unter dem Licht der Versuche von organisierter Kriminalität die sich in diesen Bereich der Energie einzuschleichen gedenken, betrachtet werden. Erdgas zählt zu den rentabelsten Produkten, und kann den Tentakeln der verschiedenen kriminellen Organisationen, von denen es in Italien sicher keinen Mangel gibt, nicht entfliehen.

Und gerade die Gas Natural stellt sich als Firma heraus, die bewusst in einem von Mafia stinkenden Business involviert ist. Mafia der “ersten Reihe” versteht sich, wenn man bedenkt, dass die Verbindungen zu niemand geringerem als zu Bernardo Provenzano führen. Der „Super Boss” hätte den Bauvorgang zahlreicher Gasrohre durch eine dafür gegründete Gesellschaft kontrolliert. Die „Gasdotti Azienda Siciliana“, besser bekannt als GAS. Diese Unternehmung wäre sowieso nur der Anfang eines Versuchs gewesen, in den internationalen Energiesektor einzusteigen. Das Ziel war das Gas in Kasachstan zu kaufen, um es dann der BG (der dritt größten britischen Gesellschaft) weiter zu verkaufen und gleichzeitig die Rohrleitung der russischen „Gazprom“ (des größten Erdgas Produzenten der Welt) auszunutzen.

Das erste Geschäft von 146 Millionen Dollar für 1 Milliarde Kubikmeter Erdgas hätte die Cosa Nostra in den erlesenen Kreis des internationalen Energiemarkts eintreten lassen.

Die Vorhersagen waren ehrgeizig: 6 Milliarden Kubikmeter Erdgas pro Jahr für über 876 Millionen Euro Einkommen. Die „GAS Aktien Gesellschaft“ ist 1981 gegründet worden und wurde sehr schnell, mit 93.000 Kunden in 73 Kleinstädten, der größte Erdgas Verteiler in Sizilien.

Die Gesellschaft wuchs im Schatten des Bürgermeisters von Palermo, Vito Ciancimino auf, ein treuer Mann von Provenzano, und die Führung derselben wurde dem Rechtsanwalt Gianni Lapis anvertraut.

Nach dem Tode Vito Cianciminos, ging das Tagesgeschäft an seinen Sohn Massimo über der einer der Urheber dieser Operation war, die am 13.Januar 2004 zum Verkauf der „GAS“ an die spanische “Gas Natural“ für 116 Millionen Euro führte.

Der Ertrag des Verkaufs der „GAS“ wurden durch die Gesellschaft „Sirco“ wieder investiert und zwar auf in eine Reihe von Operationen, die zum Kauf der rumänischen Gesellschaft „KRIS“ (eine führende Gesellschaft im Müllentsorgungssektor) und zum Kauf der serbischen „LP GAS“, die in Belgrad das Gas verteilt, führten.

Gerade diese “Balkanisierung” könnte die Verbindung zwischen den Interessen der Cosa Nostra und dem Flüssigerdgas Terminal von Triest sein. Im Gas Terminal Geschäft sollte die von den Gemeinden Triest und Padua kontrollierte Müll- und Energiesektor „Multiutility ACEGAS-APS“ eine wichtige Rolle spielen. Diese Gesellschaft versucht gerade energisch, sich auf dem balkanischen Markt zu verbreiten. Das Flüssigerdgas Terminal von Triest würde sich in einer strategischen günstigen Lage befinden und würde über jährlich 8 Milliarden Kubikmeter Gas verfügen, die die Möglichkeit gäben, in die Balkanstaaten Energiewirtschaftlich vorzudringen, wo sich die Cosa Nostra versucht zu verwurzeln.

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Ich kann nicht vermeiden hervorzuheben, dass ich in der laufenden Lynchjustiz-Kampagne gegen mich als Präsident des „Movimento Trieste Libera“ auch deshalb attackiert worden bin, weil ich den Mut gehabt habe, mich gegen die Zerstörung unseres Territoriums, durch das Anzeigen der Verantwortlichen, zu stellen. Und dies zu einer Zeit, als keiner den selben Mut hatte.

Jene Verantwortlichen waren fast immer unter dem Schutz der Justizbehörde, die sie freisprach und damit den Raubzug der Umwelt aus dem urbanen Raum legitimierte.

Und so hätte ich, nach der Meinung des Bloggers Andrea Rodriguez, nur meiner Eitelkeit wegen, ungerechterweise “arme, arme Kerle” angeklagt, unter denen auch die „Gas Natural” war.

Sie wären die Opfer eines „Verrückten“. Und Gleichzeitig hätte das Umweltdisaster von Triest keine Verantwortlichen. Eine wirklich mafiöse Denkweise von Seiten einiger Staatsbürger, die ein Freies Territorium Triest lobpreisen, dass sich vom FTT mit dem ich mich identifiziere, völlig unterscheidet. Meine Identifikation liegt nämlich bei einem FTT der Rechtsstaatlichkeit.

Hier berichte ich einen der Kommentare, die von der noch laufenden „Abstauberischen Operation“ scharfgemacht wurden:

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Der „Verfolger“ Giurastante und seine unschuldigen Opfer (ein Kommentar von Mara Armani auf dem Post von Andrea Rodriguez):

Ma Ra Armani Der großartige Andrea!

Das Problem ist, dass viele diese Person (Roberto Giurastante) vorher nicht gekannt haben, und nicht alle über die Probleme Bescheid wissen, die einige arme und harmlose Kerle seiner unbegründeten Anzeigen wegen leiden mussten. Und er vermeidet tatsächlich voller Sorgfalt, die Zahl seiner eingestellten Gerichtsverfahren auch nur zu erwähnen.

Posted as “Mafia e rigassificatori a Trieste” on blog “Ambiente e Legalità” (Umwelt und Rechtmäßigkeit) by Roberto Giurastante

One thought on “Mafia und Flüssigerdgas Terminal in Triest

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